die josefsromane von thomas mann eignen sich für vielerlei („welches buch würden sie auf eine einsame insel mitnehmen?“), aber nicht als basis für kulturpessimusmus und christliche orthodoxie. (durch einen tippfehler schrieb ich eben: christiliche – aber so schlimm scheint er nicht zu sein …). tief ist der brunnen der vergangenheit. sollte man ihn nicht unergründlich nennen … – was für ein beginn.
cdu-generalsekretär ronald pofalla hat mehr respekt für die lebensleistung der menschen in den neuen bundesländern verlangt. „ich sage es ausdrücklich, das gilt sowohl für die zeit vor als auch nach der wende“, sagte pofalla am freitag in dresden bei der eröffnung des perspektivkongresses seiner partei für die neuen bundesländer. der kongress steht unter dem motto: „geteilt.vereint.gemeinsam.“ ziel der cdu sei es, dass sich die neuen länder in den nächsten jahren zu einer der dynamischsten regionen in mitteleuropa entwicklen können. (dpa-meldung.)
da hüpft das mitteldeutsche doppelherz, eins schlägt für leipzig, eins fürs erzgebirge; der mitteleuropäer mit leib und seele richtet sich auf und sortiert seine kleidung. immerhin, denkt er sich und repetiert: zu einer der dynamischsten regionen in mitteleuropa. aber ostdeutschland gilt als zünglein an der wage für die nächste wahl. also vorsicht, vorsicht oder: … allein, mir fehlt der glaube.
in der faz schreibt niels minkmar zur finanzmarktkrise: „dies ist die stunde der literatur: unsere wichtigsten papiere sind heute die bücher.“ und vom geschichtenerzählen schreibt er, immer müsse eine geschichte erzählt werden. – uwe timm im interview in der süddeutschen bestätigt die these des interviewers, wenn die realität zur katastrophe werde [oder die katastrophe zur realtität, man weiß es nicht …], wollten die menschen besonders gerne geschichten erzählt bekommen. — wohlan, könnte man meinen.