ich habe mir im grunde, auch lange bevor das veröffentlichen überhaupt in sicht war, schon immer gewünscht, dass ich irgendwann mal die gelegenheit bekomme, mich zu themen zu äußern (juli zeh).

(… ) das leben eines schriftstellers (…) gleicht einem steinbruch, in dem er das material für seine geschichten abbaut. manche figuren und orte besitzen vorbilder in der so genannten realität, andere nicht; wieder andere sind mosaikartige zusammenschnitte aus wirklichkeitsfragmenten, nach belieben mit erfundenem durchmischt. der grad der verfremdung folgt dabei keinen anderen gesetzen außer jenen des inhaltlichen und formalen gestaltungswillens und variiert von fall zu fall. mit autobiografie hat diese methode nicht das geringste zu tun. (juli zeh, zur hölle mit der authentizität, in: die zeit vom 21.09.2006.)

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